Donnerstag, 18. September 2014

Rule No. 5: Das richtige Bewertungssystem









Eine abschließende Bewertung kann auf vielerlei Weise erfolgen. Natürlich sollte der Hauptteil eurer Bewertung in der Rezension an sich zu finden sein. Also in Textform und die abschließenden Sternchen, Bärchen, Zebras, Schmetterling oder auch Federn sollten euren Text lediglich noch einmal zusammenfassen oder letztendlich als Ergebnis eurer Buchanalyse stehen. Welche Symbole ihr nehmt, ist eurer freien Kreativität zu überlassen, es empfiehlt sich jedoch etwas zu nehmen, welches das Hauptthema eures Blogs aufgreift.





Ein Thema über welches ich mir lange meinen Kopf zerbrochen habe. Eine Kollegin brachte mich neulich auf den vollkommen neuen Gedankenansatz, indem sie mir zeigte, dass sie ihre Rezensionen ohne Bewertung verfasst und stattdessen eine Leseempfehlung gibt. Dieser Grundgedanke brachte mich zum Nachdenken. Brauchen wir wirklich 4 von 5 Bärchen, 3 von 6 Zebras oder 8 von 10 Sternchen? Nun nach langem Hin und Her bin ich noch immer zwiegespalten. Einerseits drängen uns Plattformen wie Amazon, Lovelybook usw. in ein Bewertungssystem, andererseits sollte der geschriebene Text natürlich ausreichen als Ausdruck unserer Anerkennung. Zu bedenken ist die Arbeit, die dahinter steckt und die Sorgsamkeit, mit der gearbeitet werden sollte (darauf werde ich gleich noch genauer eingehen). Doch eben weil Plattformen wie Amazon, Lovelybooks und Co einfach so wichtig sind für die Autoren, die man unterstützen möchte mit seiner Kritik, empfiehlt es sich letztendlich ein Bewertungssystem auf dem eigenen Blog zu intrigieren. Die Leser, welche ohne Blog rezensieren, haben ohnehin wenig Wahl, da alle Bewertungssysteme wo sie Rezensionen hinterlassen könnten, ohnehin auf eine Punktebewertung ausgelegt sind.


Hier könnt ihr sehen wie es sich gut machen lässt ohne mit einem festgelegtem Bewertungssystem zu arbeiten:




 Es empfiehlt sich ein Bewertungssystem auszuwählen, welches von 1 - 5 reicht, da alle gängigen Systeme ebenfalls auf dieses zurückgreifen. Das erleichtert vieles, weil man seine Bewertung 1 zu 1 in eben diese Strukturen übertragen kann. Möchte man ein Buch besonders hervorheben, bietet es sich an »Extra-Punkte« zu vergeben, die dann exklusiv auf dem Blog erscheinen. Ich habe diese Variante bei befreundeten Bloggern gesehen, die einen Stern quasi als Sahnehäubchen vergeben. Letztendlich ist es die eigene Kreativität, mit der gespielt werden, darf. 


Hier könnt ihr sehen, was ich mit dem Extra-Stern meine und erhaltet gleichzeitig einen Einblick in ein schön gestaltetes Bewertungssystem:




Doch kommen wir nun zur bereits erwähnten Arbeit, die dahinter steckt:

Die Punktebewertungen müssen zur Rezension passen!

 Ein Werk, welches viele Kritikpunkte aufwies, kann niemals 5 von 5 Zebras ergeben. Ein Werk, welches in den Himmel gelobt wurde und bei dem lediglich das Schriftbild kritisiert wurde, kann niemals nur drei Sternschnuppen erhalten. Es ist fatal, aber eine falsch gesetzte Bewertung am Schluss kann dafür sorgen, dass die gesamte sorgsam geschriebene Rezension unglaubwürdig wird.

Lasst mich das erklären: (Ich weiß der Text ist lang, aber das ist wirklich WICHTIG)

Ich kritisiere in einem Buch die fehlende Tiefe der Protagonisten, den unausgegorenen Handlungsstrang und zahlreiche Logikfehler und vergebe am Ende 4 von 5 Entchen.

Was wird sich derjenige fragen, der diese Rezension liest? Es kommen Vermutungen auf, dass dem Autor etwas geschenkt wurde, was er nicht verdient hat. Oder aber auch man denkt, dass man selbst beim Rezensionen schreiben, die Hälfte vergessen hat: nämlich das, was mir selbst gefallen hat.

Was ich sagen will: Es ist so wichtig darauf zu achten, dass die Rezension zur Bewertung passt, weil man sich sonst letztendlich selbst schadet, den Autor in Unwissenheit baden lässt, wie die Bewertung zustande kam und in letzter Konsequenz auch dem Autor schadet.

Manchmal hilft es am Schluss in einem oder zwei Sätzen zusammenzufassen, wie die Bewertung zustande gekommen ist. Das hilft einem Selbst, sich über die vergebenen Punkte im Klaren zu werden und allen anderen die Punktevergabe besser nachzuvollziehen.


Ich vergebe 4 von 5 Schlangen, weil das Buch sehr spannend gewesen ist, tolle Protagonisten hatte, mich jedoch einige Dialoge etwas verwirrt haben, was das Lesen etwas ins Stocken brachte.

Dies ist nur ein Beispiel für eine Erklärung. Bitte denkt daran, dass die geäußerte Kritik für jeden einen anderen Wert hat. Das heißt: wo ich nur einen Punkt abziehe, weil ich etwas verwirrt war, zerstört das einem anderen Leser, die Lesefreude am Buch und er wird es anders bewerten. Es ist lediglich wichtig, dass eure eigene Meinung sich in der Punktebewertung wiederfindet und das sie euch selbst plausibel erscheint.  



Überlegt euch genau, ob ihr ein Bewertungssystem wollt und wägt die zusätzliche »Arbeit« die damit verbunden ist genau ab. 
Es gibt kein Muss und doch bietet es viele Vorteile. Durch die Bewertung auf mehreren Plattformen steigert ihr die Aufmerksamkeit eures Blogs und fördert damit auch die Autoren, die ihr rezensiert. Spielt dies für euch keine ganz so große Rolle, ist es sicherlich eine gute Möglichkeit Empfehlungen auszusprechen. Ehrlich gesagt finde ich das eine sehr schöne Alternative!







Doch nun kommen wir zu euch! Was sagt ihr zu Bewertungssystemen? Ein Muss und wenn ja, macht ihr euch viele Gedanken bevor ihr eure Punkte vergebt?

Es grüßt Euch 

 
 

Kommentare:

  1. Hallo!
    Zuerst, ich vergebe die gängigen 5 Sterne, weil es eben ein sehr herkömmlichen Bewertungssystem ist und vieles erleichtert.

    Ja, ich denke schon sorgfältig darüber nach, wie viele Sterne ich einem Buch gebe. So richtig fair kann man es wahrscheinlich nicht gestalten, weil man wohl auch von der Lektüre davor beeinflusst wird.

    Was mich oft stört ist, dass diese 5-stelligen Bewertungssysteme nicht richtig ausgenützt werden. Gerade in vielen Communities fällt mir auf, dass die Tendenz zu 4- und 5-Sternen geht und die anderen 3 werden vernachlässigt. Da frage ich mich schon, ob hier unbewusst eigentlich eine 3-Sterne-Skala (3 bis 5) eingesetzt wird oder ob die Bücher allesamt tatsächlich so gut waren.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. Hallo Nicole!

    Ich sehe das ebenso wie Du, irgendwie wird man immer beeinflusst. Wir sind ja schließlich fühlende Menschen und keine Roboter. Es wäre wohl auch zu viel verlangt alles rein sachlich zu sehen und dann noch zu versuchen die eigene Meinung zu äußern.

    Gerade die Endbewertung scheint für viele dann erst richtig schwer zu werden. Ich selbst habe schon eine negative Rezension erlebt bei der es dann trotzdem 4 von 5 Sternen gab. Das mag im Ansatz nett gemeint sein, aber deckt sich dann ja doch gar nicht mit der geschriebenen Rezension. Verwirrend und macht in meinen Augen auch den Eindruck als hätte der Autor die Sterne geschenkt bekommen, was sicherlich nicht Sinn der Sache gewesen ist! Und so letztendlich ja genau das Gegenteil bewirkt: nämlich einen schlechten Eindruck vom Autor und auch vom Blogger hinterlässt.

    Ich bin gespannt auf den Augenblick, wenn es bei mir so weit ist und ich tatsächlich zwischen zwei und drei Federn hadere.... Ob es mir dann immer noch leicht fällt diese Punkte zu vergeben? Sicherlich nicht, aber umso mehr weiß ich das ich mir Mühe bei der Rezension geben muss, um meine Bewertung zu untermauern.

    Liebste Grüße
    Winifred

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    1. Das hast du sehr schön zusammengefasst! Und natürlich muss ich dir beipflichten, die vergebenen Sterne oder was auch immer, sollte in der Rezension selbst untermauert sein, damit die Bewertung nachvollziehbar ist.

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